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Zeitwirtschaft

Hintergrund

Zeitdaten und deren Verwaltung sind für die Unternehmen von zentraler Bedeutung. Sie werden sowohl prospektiv zur Planung von Arbeitsprozessen als auch zur Optimierung von bestehenden Arbeitssystemen eingesetzt. Potenziale lassen sich mit ihnen ausweisen und Arbeitsabläufe effizienter gestalten. Darüber hinaus sind aktuelle Zeitdaten für Unternehmen beispielsweise die Grundlage für eine zuverlässige Produktkalkulation, eine fundierte Personal- und Betriebsmittelplanung sowie ein leistungsorientiertes Entgelt.
Für das Industrial Engineering ist die Anwendung von Methoden der Zeitwirtschaft deshalb eine wesentliches Aufgabengebiet. Zukünftig wird die Zeitwirtschaft stärker in ein übergeordnetes Konzept der Produktionssysteme eingebunden werden, bzw. Bestandteil dieses Konzepts sein. Vor allem Methoden der Zeitdatenermittlung, die eine systematische und standardisierte Beschreibung von Prozessen zulassen, wie Systeme vorbestimmter Zeit (z. B. MTM, WF), sind in diesem Kontext von Interesse.
Für den Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionssysteme ergeben sich hieraus zwei Aufgabenfelder. Zum einen der aktive Transfer zeitwirtschaftlichen Wissens in die Industrie von der Ermittlung von Zeiten für einzelne Arbeitssysteme bis hin zur Planung und Umsetzung einer durchgängigen Zeitwirtschaft, zum anderen die wissenschaftliche Weiterentwicklung zeitwirtschaftlicher Methoden und dessen Vernetzung in Produktionssystemen sowie der Einsatz in der Digitalen Fabrik.

 

Forschungsprojekte

  • Kalkulation von Verpackungskosten
  • Montagezeitermittlung in der Vorserienentwicklung